„Vallis Taberna“ - St.Anton am Arlberg im Hochmittelalter

In seiner nunmehr über 750 Jahre währenden Geschichte wechselte das Gebiet des heutigen Sankt Anton am Arlberg gezählte fünf Mal seine Ortsnamen. Eine der ältesten bekannten Bezeichnungen für das Gebiet des Oberen Stanzertales lautet „vallis taberna”, wie die Gegend um 1275 genannt wurde. Aus dem lateinischen Übersetz bezeichnet „vallis” schlicht das Tal, während „taberna“ Bude, Laden oder Wirtshaus bedeuten kann.

Schon ab dem Jahre 1218 ist eine Regelung des Saumverkehrs am Arlberg nachzuweisen.

So ließ unter anderem der aufblühende Salzhandel den einstigen Lokalpass am Arlberg zu einem überregional und sogar international wichtigen Pass werden. Das belegt eine Vielzahl an Urkunden die in dieser Periode nun vermehrt nachzuweisen sind und für einen reger werdenden Verkehr über den Arlberg sprechen.

Die Bezeichnung „vallis taberna” könnte daher schon ein gutes Jahrhundert vor der Errichtung des Hospizes und der Gründung der Bruderschaft St.Christoph durch Heinrich Findelkind im Jahr 1386 auf einfache Übernachtungsmöglichkeiten, Herbergen und Schenken für Händler, Reisende und Pilger am Fuße des bedeutenden Alpenübergangs zwischen Tirol und Vorarlberg verweisen.