Bergschlössl - Die Geschichte
Das „ Bergschlössl „ in St.Anton wurde 1905/06 als Getreideaufschlafstation (Zoll) von der Österreichischen Bundesbahn gebaut. Entlang des Stiegenabganges zum Schiraum ist die Grundmauer, deren Steine aus dem Arlbergtunnel stammen, sichtbar. In den 50er Jahren kaufte meine Großmutter mütterlicher seits, Bertl Schalle geb. Murr, das Haus aus ihrem Erbteil. Das Haus wurde nach ihr getauft, was in St. Anton sehr oft vorkommt. Ihr Mann Dr. Hans Schalle richtete sich im Erdgeschoß eine Praxis ein. Als „Böhler Schüler“ sehr anerkannt wurde er als Primararzt nach Rankweil ins Landeskrankenhaus Vorarlberg berufen. Nachdem auch beide Töchter geheiratet hatten, führte meine Großmutter die Pension alleine bis an ihr Lebensende (1993)
Das Haus wurde meiner Mutter, Kristl Moosbrugger zugeschrieben, die mir die Geschäftsführung übertrug. Im Dezember 1995 überschrieb sie mir ihr Elternhaus, das ich auf „Bergschlössl“ umtaufte, um den speziellen Charakter des Hauses zu unterstreichen und weiter auszubauen. Der Name erinnert auch an einen Betrieb in Meran, den mein Urgroßvater Balthasar Skardarasy vor dem 1. Weltkrieg für die Familie Bemelmanns geführt hat. Er erwarb 1931 das Hotel Flexen in Zürs, was unsere Familie zum Arlberg brachte. Seine Kinder bauten das Hotel Lorünser und den Zürserhof in Zürs auf, sowie den Gasthof Post in Lech, den heute mein Bruder führt.
Zwei Jahre arbeitete ich intensiv an den Renovierungsplänen. Es lag mir sehr am Herzen den charmanten Charakter des alten Hauses beizubehalten und den Komfort doch bestmöglich zu verbessern. 1997 konnte ich mein Projekt umsetzen und das Bergschlössl erhielt innerhalb von 6 Monaten neue Ausmaße. Der Kern und die Mauern blieben erhalten, nord und westseitig wurden Räumlichkeiten angebaut, aus dem Erker, der von Anfang an bestand, wurde ein Turm; ein Lift sowie neue Leitungen wurden eingezogen, die Tiefgarage, Wirtschaftsräume und Wellnessbereich runden das neue Angebot ab. Nebst Bauplanung und Überwachung malte ich die Badezimmerfliesen nach alter Handwerkstechnik Stück für Stück.
Im Jahr 2000 gestaltete der Kunstmaler Günter Wasmeier (Vater von Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier) den nord-westseitigen Teil der Fasade, 2001 den süd-östlichen Teil.
Im Winter 2001 wurden die Alpinen Schiweltmeisterschaften in St.Anton ausgetragen und es entstand der erste Teil des Basecamp. In den folgenden Jahren gab es immer wieder Erweiterungen und Verbesserungen. Durch die Produktion des "Arlberg" - Kochbuches, das Johanna Moosbrugger koordinierte, lernte sie ihren späteren Ehemann Klaus Lettner, zu dieser Zeit noch Küchenchef im Hauben gekrönten Arlberg Hospiz Hotel, kennen. 2007 stieg er mit ins Unternehmen ein und ergänzte das Angebot im Basecamp mit einer ausgesuchten Weinpalette und kulinarischen Köstlichkeiten.
In der Summe entstand ein Haus, in das wir all unser Wissen, unsere Erfahrungen, unsere Zeit und unsere Liebe hineinstecken. Es soll ein Haus sein, in dem sich Menschen wohlfühlen und Kraft schöpfen können. „Wohlfühlen“ ist ein momentaner Eindruck und muß deshalb immer wieder neu erarbeitet werden. Dafür sind wir mit allen guten Geistern im Bergschlössl da. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.







